Das Prinzip
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Nach dem Prinzip des Archimedes ist jeder in eine
Flüssigkeit eingetauchte Körper um so
viel leichter, als die von ihm verdrängte Flüssigkeit
wiegt. Der Körper erhält eine Auftriebskraft,
die gleich groß, aber entgegengerichtet der
Gewichtskraft der von ihm verdrängten Flüssigkeit
ist. Das Archimedische Gesetz gilt somit auch für
Gase. Angewendet wird dieses Gesetz bei einem Ballon
durch ein Traggas, das leichter ist als Luft. Bei
einem „Gasballon“ wird als Traggas i.d.R.
Wasserstoff verwendet, bei einem Heißluftballon
wird mittels eines Brenners die Luft in der Hülle
erhitzt. Und da bekanntermaßen heiße
Luft leichter ist als kalte, erhält der Heißluftballon
den erforderlichen Auftrieb. Abhängig von der
Größe der Hülle und der Zulandung
ist ein Temperaturunterschied von etwa 80° Celsius
erforderlich, um einen Heißluftballon in die
Luft zu heben. Durch Erhöhen der Temperatur
oder Abkühlenlassen der erwärmten Luft
ist ein Steuern des Ballons in der Vertikalen möglich.
Die Richtung indes bestimmt einzig der Wind.
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Die
Hülle
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Wichtiger Bestandteil eines Heißluftballons
ist die Hülle. Sie umschließt die heiße
Luft die den nötigen Auftrieb erzeugt. Der
Hüllenstoff besteht aus dünnem und reißfestem
Nylon, das mit Polyurethan beschichtet ist. Durch
diese Beschichtung wird der Stoff zum einen luftdichter,
vor allem aber vor den schädlichen Einflüssen
der UV-Strahlung besser geschützt. Der Stoff
ist im Gewicht besonders leicht gehalten, damit
die Eigenmasse möglichst klein gehalten wird.
Dennoch wiegt die Hülle für einen 3000-er
Ballon etwa 110 kg.
Zum tragenden Gerippe der Hülle dienen Lastgurte
mit der notwenigen Reißfestigkeit. Je nach
Größe und Hersteller des Ballons werden
unterschiedlich viele vertikale und horizontale
Lastgurte verwendet. Üblich sind 24 oder 16
vertikale und bis zu 7 horizontale Lastgurte. Da
im oberen Teil der Hülle die Temperatur am
größten ist, wird dort häufig ein
Spezialstoff verwendet. Dieser dickere und ungeschmeidigere
Hyperlast-oder Thermogrip-Stoff ist natürlich
aber auch schwerer. Im Top der Hülle ist, je
nach Hersteller, ein unterschiedliches Entleerungssystem
eingebaut. Damit kann zum Einleiten einer Sinkbewegung,
oder zum schnellen Entleeren der Hülle nach
der Landung warme Luft über dieses Ventil abgelassen
werden. Dieses Ventil wird über Leinen aus
dem Korb heraus bedient.
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Der Korb
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Der Korb dient als Passagierraum und soll daher
den Insassen möglichst viel Schutz bieten.
Das Traggerüst ist sehr stabil bei gleichzeitig
hoher Elastizität. Ein rutschfester Boden sorgt
für sicheren und bequemen Stand. Das tragende
Gerüst besteht z.B. bei einem fire balloon
aus einem Hartholzrahmen und umlaufenden Spezialalurohren.
Das Geflecht aus dem leichten, aber sehr widerstandsfähigen
Peddigrohr ist fest mit dem Bodenrahmen verbunden.
Die Bodenplatte wird vom Rahmen getragen. Edelstahlkorbseile
verlaufen geschützt unter dem Korbgerüst
durch bis zum Brennerrahmen. Auf die Korbbrüstung
aufgesteckte Nylonstützen tragen das Brennersystem.
Der Metallrahmen der Brüstung ist mit einer
Polsterung umgeben und mit Rindsleder überzogen.
Auch in der heutigen Zeit hat sich auf Grund der
natürlichen Elastizität und Festigkeit
der Weidenkorb gegenüber Kunststoffen oder
Leichtmetall als nach wie vor geeignetster Korb
im wahrsten Sinne des Wortes behauptet.
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Der Brenner
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Während in den Anfängen
des Ballonfahrens vor mehr als 200 Jahren die Luft
durch Abbrennen von Stroh und Wolle erwärmt
wurde, wird heute ein mit Propangas betriebener
Flüssiggasbrenner verwendet. Neben einer entsprechenden
Leistung sind die hohe Betriebssicherheit aber auch
eine geringe Geräuschentwicklung zum Schutz
der Tierwelt wichtige Forderungen für einen
modernen Brenner. Des weiteren sind alle Systemteile
doppelt vorhanden und unabhängiger voneinander
funktionstüchtig. Das flüssige Propangas
befindet sich in vier Flaschen, die in den Ecken
des Korbes untergebracht sind. Über Schläuche
wird das flüssige Gas bei Öffnen des Fahrventils
in die Verdampferspirale geleitet. Dort entspannt
sich das flüssige Gas durch Erwärmen und
Ausdehnen und wird zum Teil gasförmig. In der
Spirale entsteht eine ideale Mischung aus gasförmigem
und flüssigem Propangas und der richtigen Sauerstoffmenge.
An einer ständig brennenden Pilotflamme entzündet
sich dann das Propangas und heizt mit einer mehrere
Meter langen Flamme die Luft in der Hülle auf.
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Die Instrumente
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Neben einem Funkgerät, um Kontakt zum Verfolgerfahrzeug
aber auch zu den Flugsicherungsstellen halten bzw.
herstellen zu können, gehören ein Höhenmesser,
ein Variometer und das Hüllenthermometer zu
den vorgeschriebenen Instrumenten eines Heißluftballons.
Darüber hinaus können ein Kompass, ein
Transponder (Sekundärradar) oder ein Barograph
sinnvoll bzw. vorgeschrieben sein. Der Höhenmesser
zeigt dem Piloten die Höhe des Ballons über
dem Meeresspiegel an. Diese Information ist in Zeiten
des dichten Luftverkehrs besonders wichtig, da die
Flugsicherung oft nur bestimmte Höhe für
die Fahrt zulassen kann, die dann exakt eingehalten
werden müssen. Der Höhenmesser nutzt als
Messgröße den Luftdruck, der in den einzelnen
höhen unterschiedlich ist. Eine nahezu luftleere
Metalldose dehnt sich dementsprechend unterschiedlich
aus. Die Dosenbewegung wird auf einen Zeiger übertragen,
der sich auf einer Skala bewegt. Die in der Luftfahrt
verwendeten Höhenmesser sind auf den Normdruck
der Standardatmosphäre von 1013,25 hPa geeicht.
Das Variometer nutzt ebenfalls den Luftdruck als
Messgröße und zeigt dem Piloten Sinken
oder Steigen an. Im Gegensatz zum Höhenmesser
ist die Metalldose nicht geschlossen, sondern über
ein Ausgleichsgefäß mit der Außenluft
verbunden und nutzt über die Trägheit
des Ausgleichs das Verändern des Luftdrucks
aus. Mit dem Hüllenthermometer wird die Temperatur
in der Hülle gemessen, um ein Überhitzen
des Stoffes vermeiden zu können. |
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| Zuletzt geändert am: 29.10.2006 |
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